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Start in das LegalTech Jahr 2018 (Jan-Mai)

Die ersten Monate in diesem Jahr waren bezüglich der Digitalisierung der Rechtsberatung weniger von neuen innovativen, softwareunterstützten Geschäftsideen und Services geprägt, als vielmehr von hektischen Aktivitäten hinsichtlich der Umsetzung der Vorgaben der Datenschutzgrundverordnung. Dieses Thema zog mit Abstand am meisten Aufmerksamkeit und Ressourcen sowohl in Kanzleien als auch in Rechtsabteilungen auf sich, so dass man fast den Anschein haben konnte, LegalTech wäre „in der Versenkung verschwunden“.

Ich denke, dass diese „Flaute“ bei LegalTech nur ein – vor allem durch die Datenschutzgrundverordnung geschuldeter – temporärer Zustand ist. Wenn sich die Wogen bezüglich der Umsetzung der DSGVO zu Mitte des Jahres wieder ein wenig gelegt haben werden, so gehe ich davon aus, dass vor allem in den Bereichen Kollaboration, Vertragsmanagement sowie automatisierte Dokumentenerstellung primär seitens der Rechtsabteilungen die Nachfrage nach geeigneten Lösungen wieder deutlich ansteigen wird. Die meisten Rechtsanwaltskanzleien werden sich dagegen auch später in diesem Jahr weiter „zurückhalten“, dafür ist der „Leidensdruck“ zur Anpassung ihrer bisherigen Prozesse und Geschäftsmodelle noch nicht groß genug.

Gespannt bin ich auf die diesjährigen Umsetzungen der „Schwergewichte“ der LegalTech Konferenzen (Anwaltszukunftskongress, Legal Evolution und Swiss LegalTech), die – gemäß den nun vorliegenden Agendas – (endlich) durch Workshops zu einzelnen Themenbereichen mehr praxistaugliche Informationen und weniger „Glaskugel“ -Vorträge anbieten möchten. Auch der Präsentation von Startups im Rahmen dieser Kongresse wird scheinbar in diesem Jahr mehr Raum eingeräumt. Dies kann ich nur begrüßen.

LegalTech wird – auch wenn es derzeit etwas ruhig um dieses Thema ist – bestimmt nicht weggehen, ich freue mich schon auf die Zeit nach dem 25.05.2018… 🙂

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